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Osteopathie

speziell für Frauen 

Osteopathie ist eine manuelle Therapieform, die auf einem ganzheitlichen Untersuchungs- und Behandlungskonzept (Holistik) beruht.

Zentraler Grundsatz der Osteopathie ist, dass die Strukturen des Körpers sich den Funktionen anpassen. Gute Beweglichkeit und Durchblutung der Gewebe sind entscheidend für die Gesundheit. Das wichtigste Werkzeug einer Osteopathin sind die Hände und die Fähigkeit des Tastens (der Palpation), sowie das urteilsfreie Einfühlen in das Gewebe der Patientin. Nach jahrelanger Ausbildung ist der Tastsinn stark geschult, sodass die Therapeutin gewissermaßen „mit den Händen hören kann“. Eine bekannte osteopathische Standardtechnik trägt daher den Namen „Ecoute – Technik“ (franz. écouter = hören). Ziel ist es meist, Spannungsdysbalancen zu normalisieren und dadurch eine Verbesserung des arteriellen Zuflusses in bestimmte Geweberegionen (Arterial Rule), sowie des venösen und lymphatischen Abflusses zu schaffen. Dadurch wird der Körper bei seiner natürlichen Selbstregulation (Autoreparatur) unterstützt.

Zudem sind auch fasziale Strukturen, also ein Teil unseres Bindegewebes, Zielstruktur osteopathischer Behandlung. Dies spielt beispielsweise bei der viszeralen Osteopathie (Zielstruktur viszerale Faszien) und bei der Craniosacralen Osteopathie (fasziale Verbindungen über die Rückenmarkshäute zwischen Schädel und Kreuzbein) eine elementare Rolle. Ebenso können Narben und Faszien-Adhäsionen begleitend behandelt werden.

Sehr häufig behandelt man innerhalb des stets individuell erstellten Gesamtbehandlungsplanes auch funktionelle mechanische Läsionen der Wirbelsäule und anderer Gelenke, wodurch Bewegungseinschränkungen vollständig oder teilweise aufgelöst werden.

Osteopathie beschränkt sich nicht auf die Behandlung von Symptomen, sondern betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit und geht den Ursachen von Beschwerden auf den Grund. Empfehlenswert ist immer ein zusätzliches aktives Körpertraining z.B. durch Yoga oder Faszientraining.

Beschwerdebilder von Frauen:
  • Tinnitus, Ohrgeräusche
  • Rückenschmerzen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Reflux
  • Ischiasbeschwerden
  • Nackenschmerzen
  • Sinusitis
  • Migräne, Kopfschmerz
  • Kiefergelenks-Bescherden
  • Craniomandibuläre Dysfunktion
  • Anuskrämpfe
  • Tennisellbogen
  • Chronische Beschwerden des Bewegungsapparates
  • Inkontinenz / Blasenschwäche (Stress-u./o. Dranginkontinenz, Reizblase)
  • Rezidivierende Entzündungen (Blasen- o. Unterleibsentzündungen)
  • Vaginismus
  • Stuhl- / Windinkontinenz
  • Steißbeinschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Postpartale Beschwerden
  • Tiefsitzender Beckenschmerz
  • Kaiserschnittnarbe & Geburtsverletzungen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Organsenkungen
  • Interstitielle Zystitis
  • Endometriose
  • Rektusdiastase
  • Zustand nach Unterleibsoperationen
  • störende Narben

Beckenschmerzen (CPPS):

Etwa 12% der Gesamtbevölkerung und sogar bis zu einem Viertel aller Frauen leiden unter Beckenschmerzen. Häufig ist der Leidensdruck sehr groß und die Betroffenen leiden meist im Stillen, da ein gesellschaftlicher Austausch aufgrund der betroffenen Körperregionen (Blase, Harnröhre, Vagina, Vulva, Gebärmutter, Damm oder Enddarm mit After) oftmals schwer möglich erscheint. 

Mögliche Ursachen können sein: 

  • Endometriose / Adenomyose (betroffen sind ca 10-15% aller Frauen im gebärfähigen Alter weltweit)
  • Interstitielle Zystitis
  • Geburtsverletzungen
  • Vulvodynie
  • Vaginismus 
  • Reizungen oder Schädigungen der Beckennerven (z.B. N. pudendus)
  • Überspannter Beckenboden
  • Afterkrämpfe (z.B. Proktalgia Vugax)
  • Coccygodynie (Schmerzen am Steißbein)
  • Unterleibssenkungen
  • Trauma
  • Fehlhaltungen
  • Instabiler Beckenring (Pelvic girdle Pain Syndrom) 
  • Zustand nach Operationen oder Unfällen

 

Beckenschmerzen sind meist multidisziplinär zu therapieren, doch kann Osteopathie und Faszientherapie hierbei einen wertvollen und  symptomlindernden Beitrag bringen und ist als begleitende Maßnahme anerkannt. Hierbei ist eine eingehende Diagnostik wichtig und sinnvoll. 

Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung:

Viele Beschwerden in der Schwangerschaft sind vorübergehender Natur und funktionell bedingt. Der Körper stellt sich um und unterliegt starken hormonellen Veränderungen, sowie körperlichen Anpassungsprozessen (Druck-, Gewicht- und Volumenverhältnisse). Auch in dieser Zeit können Bewegungseinschränkungen und Ungleichgewicht im Bewegungsapparat auftreten. Ein asymmetrischer Körper kann sich schwerer an die Veränderungen anpassen.

Auch im Hinblick auf die Geburt ist bei solchen Beschwerden oder bei bereits zuvor bestehenden Beckenschmerzen eine osteopathische Behandlung sinnvoll, um den Körper möglichst ausgeglichen in die Geburt starten zu lassen.

Mögliche Beschwerdebilder in der Schwangerschaft:
  • Rücken- & Nackenschmerzen
  • Symphysenschmerzen
  • Schmerzen im Becken, am Steißbein oder Gesäß / Ischias
  • kribbelnde/taube Hände
  • Kopfschmerzen
  • Sodbrennen
  • anhaltende Übelkeit
  • schmerzende Füße und Beine
  • ungewollter Harn & Windabgang

Die drei Säulen der Osteopathie sind

PARIETALE OSTEOPATHIE
(Konzentration auf Muskeln und Gelenke)

CRANIO-SAKRALE OSTEOPATHIE
Umfasst den Schädel, das Kreuzbein, sowie deren verbindende Strukturen

VISZERALE OSTEOPATHIE
(Betrachtet die inneren Organe)